Der Ursprung der katholischen Kirche St. Silvester ist Ende des 12. Jahrhunderts anzunehmen; es war eine zweischiffige Pfeilerbasilika mit halbrundem Chor. Ein Pfarrer von „Huyssen“ ist um 1330 erstmals genannt. In der Zeit um 1330 bis 1340 wurde der romanische Chor niedergelegt, das Kirchenschiff verlängert und der hochgotische Chor mit Fünfachtelschluss gebaut. Wahrscheinlich wurde in dieser Zeit auch das Seitenschiff abgerissen, so dass die Kirche fortan einschiffig war. 1932 erhielt sie die heutigen, von dem Kölner Architekten Willy Weyres entworfenen Seitenschiffe. Auffallend ist das im Westen erhaltene kleine Stück des älteren Dachs, das wegen des Giebels deutlich höher belassen ist als das Dach der übrigen Kirche. Der Dachreiter mit Welscher Haube über dem Westgiebel wurde 1668 errichtet. In den Jahren 1958/59, sowie in den Jahren 1980 bis 1986 fanden aufwändige Kirchenrenovierungen statt. Die Hausener St. Silvester-Kirche ist bemerkenswert wegen ihrer Chorgliederung, die einen direkten Einfluss der Kölner Hochgotik zeigt. Seit dem Jahr 1984 steht die St. Silvester-Kirche unter Denkmalschutz.
Zur Ausstattung der Kirche gehört vor allem ein barocker Hochaltar aus Holz mit einer Mensa aus Tuff. Er zeigt eine in Öl auf Leinwand gemalte Darstellung der Himmelfahrt Mariens, wahrscheinlich eine Arbeit aus dem frühen 18. Jahrhundert. In der Bekrönung des Altars steht eine etwa 65 Zentimeter hohe Statue des heiligen Silvester. Der Tabernakel stammt aus neuerer Zeit. Im Zuge der Renovierung 1932 wurde der Altar in ein Seitenschiff versetzt. Der heutige Gemeindealtar ist von 1979.
Tradition:
Nach einer jahrhundertealten Sage soll Papst Silvester I. († 335) einst auf dem Weg von Rom nach Trier durch Hausen geritten sein, wo sein Pferd ein Hufeisen verlor. Der Huf wurde in Hausen neu beschlagen, und das später wiedergefundene Eisen fand in der Kirche einen würdigen Platz. An diese legendäre Begebenheit erinnert alljährlich am 31. Dezember der Silvesterritt. Reiter aus Hausen und Umgebung treffen sich an der Kirche St. Silvester, wo der Pfarrer sie und ihre Pferde mit Weihwasser segnet. Anschließend reiten sie – angeführt vom Pfarrer im liturgischen Gewand und ebenfalls hoch zu Ross – dreimal rund um die Kirche, bevor ein feierlicher Gottesdienst beginnt. Nach der zuletzt im Jahr 2022 durchgeführten Pfarreien-Reform des Bistums Trier, ist die St. Silvester-Kirche in der Pfarrei Mayen St. Lukas eingegliedert.

